Deutschland durch die Bank
by Dirk Reinartz
Steidl
German language edition only
Die Bank an sich gibt es nicht. Es kommt darauf in, wer darauf sitzt. Und warum. Theoretisch gibt es so viele Bänke wie Menschen. Und theoretisch gäbe es dann eine Gesellschaft, in der jeder seinen Platz hätte. Utopisch. Praktisch hätte man eher zu befürchten, daß das ganze Volk sitzenbleibt. Man sieht sich gezwungen, zwischen Sitzbank und Arbeitsbank zu unterscheiden, vor allem auf der Bank, wo Geld arbeitet.
Nirgendwo liegen Glück und Unglück so nahe beieinander wie auf der Bank. Aber Glück ist historischer Natur. Und die Sitzkultur hat auch im Sitzen eine bewegte Geschichte. Kinder der Revolution sprechen vom Sit-in, Väter der Stabilität sprechen vom Aussitzen, Adorno hätte zugestimmt: Die Dialektik der Bank. Genauer des Gesäßes. — Gut, daß nicht jede Pointe sitzt.
- Price
- UK £15.00
- US $29.95
- EC €22.50
- Mit einem Text von Thomas Quinn
- 226 pages, 110 duotone plates
- 14.5 cm x 21 cm
- Leinen Lesebändchen
- Steidl
- ISBN: 3-88243-531-3
- Publication date: September 1997